Neubau Hallenbad Frauenfeld

Das vom Fluss Murg geformte Grundstück mit dem bestehenden Freibad wird als Insel und Park gelesen, allseitig vom Waldvolumen gefasst. Das neue Badhaus legt sich als eingeschossiger Baukörper ins vorgefundene Terrain; die Badehalle zeigt sich mit pultförmig aufgerichtem Dach, das Entrée mit überhöhtem Kubus. Ein umlaufendes Fensterband fasst die Form, ermöglicht Durchblicke und vermittelt von der Vorfahrt bis zum Freibad; es verdeutlicht den im Park stehenden Pavillon. Die Fassade vermittelt diese Haltung mit dunkel gefärbten Holzkassetten und Füllungen in gleichmässiger Teilung.

Der Fundamentsockel nimmt die Wasservolumen und die nötigen technischen Anlagen auf. Darüber erhebt sich der Bau aus Holz, als Halle mit Längsträger gedacht, mit Einbauten für die entsprechenden Nutzungen. Die innenräumlichen Bezüge folgen dem fliessenden Ablauf eines Baderituals. Von der überhohen Empfangshalle, über die Umkleideräume bis zum Eintritt in die Badehalle, welche sich mit dem Grösserwerden der Badebecken weiter erhöht, bildet der ständige Bezug zum Aussenraum charakteristische Atmosphäre und intuitive Orientierung.

Allen Becken gemeinsam ist der räumlich gefilterte Bezug zueinander bzw. zum Freibad, Park und umgebender Waldkulisse. Die auf der Längseite zum Hallenbad gelegene grosse Freitreppe verbindet mit leicht erhöhter Lage zum Gelände und den Aussenbädern. Sie wird mit den Aussensitzplätzen des Restaurants bespielt bzw. dient als Liege-, Sitz- und Ruhefläche mit uferähnlicher Atmosphäre und Ausblick.

Ort: Frauenfeld

Jahr: 2019, Projektwettbewerb offen

Bauherrschaft: Stadt Frauenfeld

Architektur: Claudia Meier & Markus Bachmann / M B A A
Landschaftsarchitektur: Kuhn LA, Zürich

Holzbauingenieur: Timbatec Holzbauingenieure, Bern

Bauphysik: Raumanzug, Zürich

Bädertechnik: Hunziker Betatech, Winterthur

Visualisierung: Stefan Zachleder, Zürich



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